Die ganze Wahrheit

Samstag, 2. Februar 2008

Woche 1

An alle zuhause gebliebenen, die gerne etwas von meinem Jungelleben hoeren wollen.

Jetzt ist schon wieder meine 1. Woche vorbei und fuer mich wird hier so langsam alles zur Normalitaet.
Letzten Samstag hat das aber ganz anders ausgeschaut.
Zuallererst der 15stuendige (zuerst 11 nach Atlanta, dann 4 nach Panama City) Flug, dann raus aus der Maschine; wo ist mein Rucksack? – „Kommt mit der morgigen Maschine!“ Beim Ausgang warten 2 Schwestern, die mich herzlich empfangen. Leider komme ich blitzeschnelle drauf, dass mein Schulspanisch nicht unbedingt ausgereift ist. Dennoch werde ich von Eindruecken nur so ueberhaeuft. Es ist zwar elf Uhr nachts (auf meiner inneren Uhr ist es fuenf in der Frueh), aber der Jungel, durch den die Autopista fuehrt leuchtet. Die Luft ist heiss und feucht.
Nach einer guten Stunde kommen wir im Colegio an und ich beziehe gleich mein Zimmer. Am naechsten Mittag (ich darf naemlich ausschlafen) lerne ich gleich alle Schwestern kennen. Das Essen schmeckt gut aber die Vielen Fragen kann ich mit meinem Herumgestammel nicht wirklich beantworten.
Am Abend fahren wir wieder nach Panama City zurueck und mir wird die Don Bosco Basilika gezeigt.
Der Montag gibt mir die erleuchtung, dass die Arbeit noch nicht so bald beginnen wird, was mir nicht gerade ungelegen kommt, da mir ein bisschen mehr Spanisch ganz gut tun wuerde.
Dienstags bis Donnerstags fahren wir jeden Tag in die Stadt denn es wird gerade „100 Jahre Don Bosco in panama“ gefeiert.
Am Donnerstag ist dann das grosse Finale. Es findet ein riesiger Umzug statt und man merkt auf einmal wie present die Kirche und speziell die Salesianer in Panama sind.

Fuer ein paar Stunden steht die halbe Stadt still. Und ich mittendrunter.
Jetzt weiss ich auch endlich wie es ist „the one-and-only-Blondie“ zu sein. Da ich auch nicht unbedingt im Durchschnitt liege, was die Koerpergroesse anbelangt, haelt sich meine Unauffaelligkeit in Grenzen.
Auf den Umzug folgt eine Messe mit dem derzeitigen Leiter der Salesianer und zum Schluss verjagt dann ein kriegsaehnliches Feuerwerk die Massen.

Zu Panam-City: Eine wahnsinnige Stadt; multikulturell, ausufernd in alle Richtungen und undurchsichtig ohne Erbarmen. Man weiss eigentlich nie ob man sich im Zentrum oder in der Peripherie befindent. Abgerundet wird das Ganze noch durch Laerm, Rauch und den unstillbaren Drang der Panameños nach Geleuchte und Geblinke.
Fazit: eine wirklich sinnliches Erlebnis.

Die letzten 2 Tage ist wieder ein bisschen Ruhe in den Urwald eingekehrt. Wobei eigentlich auch nur hier, denn der Rest des Landes feiert gerade einen berauschenden Carneval.

Abschliessend moechte ich noch loswerden, dass Panama das absolute El Dorado fuer alle Freunde dummer und sinnfreier Wortspiele ist; Panagas, Panablack, Panaturbo, Pana... you name it!

Einen wunderschoenen und 30º warmen Gruss in die Heimat.

Niko

PS: Ihr werdet euch wohl dran gewoehnen muessen dass ihr von mir keinen Umlaut und kein scharfes „S“ bekommen werdet. Gibts hier eben nicht gratis.

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Hello mein lieber Bruder,

Scheint ja alles klar bei dir zu sein - sprachlich wird sich das alles in der nächsten Zeit schon regeln... 30 Grad sind schon super-fein, wirklich beneidenswert!!!
Sitz gerade auf der Motorradmesse in Wien mit unserem Masters of Dirt Stand - die neuen Bikes sind wiedermal richtig heftig designt.

Werd dir sicher irgendwann mal wieder schreiben, bis dahin wünsch ich dir alles Gute - dem Blonden in der fernen, weiten Welt - genieße es, du bist wahrscheinlich wie ein kleiner Gott!?

Bis bald,

Arthur

Anonym hat gesagt…

seas niko du schafi!
coole pix! Was arbeitest du eigentlich genau???
Wollt mal nur nachfragen.

lg zivi kollega p.